Gerald Reischl

22. Januar 2008 – Interview mit Jimmy Wales

Auf dem Cover des Magazins „Fast Company“ wurde er als „Googles schlimmster Albtraum“ bezeichnet: Jimmy Wales, der Gründer von Wikipedia. Bei der internationalen Konferenz DLD (Digital Life Days) in München hatte ich gestern die Chance, Jimmy Wales zu interviewen, bevor er weiter zum Weltwirtschaftsgipfel nach Davos flog. Das ganze Interview gibt’s in der Sonntags-Ausgabe des KURIER (Print-Ausgabe), aber ein interessantes Statement möchte ich heute schon verraten.

Wie man weiß, bin ich ja der Suchmaschine Google ein wenig kritischer eingestellt, weil ich der Meinung bin, dass sie um nichts besser funktioniert als viele anderen. Der Unterschied: Die Startseite der Suchmaschine ist nicht überlastet und – Google hat einen guten Namen, ist ein „Brand“ wie man so zu sagen pflegt. Und von diesem Image profitiert Google.

Jimmy Wales hat ja am 7. Jänner mit seiner eigenen Suchmaschine gestartet, wikiasearch funktioniert aber mehr schlecht denn recht. Dennoch glaubt Wales, dass sie einmal Google schlagen wird: „. Wir werden besser als Google sein. Wenn man die Treffer auf Google oder Yahoo! vergleicht, muss man ehrlich sagen, dass beide nicht besonders großartig sind. Der Erfolg Googles ist eine reine Imagesache, die Nutzer reflektieren auf die Marke und auf das Logo. Es gab einen Test, bei dem eine Yahoo!- mit einer Google-Trefferliste verglichen wurde. Google hat gewonnen. Dann hat man das Logo vertauscht. Wieder war Google vorne, obwohl es die Yahoo!-Treffer waren.“ Das kunterbunte Logo überdüngt so einiges, auch Schwachstellen…

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